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Onboarding

Erschienen am

15.10.2026

Pre-Boarding: So lernen Aushilfen schon vor dem ersten Arbeitstag

Lisa Kubatzki

Senior Content Marketing Manager @ keelearning

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KI-generiert
Dieses Bild wurde vollständig oder teilweise mit KI erstellt

Der erste Arbeitstag einer Weihnachtsaushilfe beginnt mit Formularen, Hausordnung und einer ausführlichen Einführung. Nach drei Stunden geht es endlich an die Kasse, obwohl die Filiale längst voller Kund*innen ist. Besonders in der Hochsaison kostet diese Einarbeitung von Saisonkräften wertvolle Zeit.

Mit digitalem Pre-Boarding können Aushilfen wichtige Grundlagen bereits vor ihrem ersten Einsatz kennenlernen. Kurze Videos, Checklisten und interaktive Lernmodule schaffen Orientierung. Dadurch bleibt am ersten Arbeitstag mehr Zeit für praktische Einweisungen und die persönliche Betreuung.

Allerdings gibt es bei der Umsetzung einige Besonderheiten. Denn Saisonkräfte verfügen häufig weder über einen Firmen-PC noch über eine geschäftliche E-Mail-Adresse. Außerdem müssen Unternehmen arbeitsrechtliche Vorgaben beachten.

Dieser Artikel zeigt, wie Sie Preboarding für Aushilfen sinnvoll gestalten, welche Inhalte geeignet sind und wie eine mobile Lernplattform die Organisation vereinfacht.

TL;DR: Pre-Boarding für Aushilfen erfolgreich gestalten

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Pre-Boarding beginnt vor dem ersten Arbeitstag

Pre-Boarding bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Unternehmen neue Mitarbeitende zwischen Vertragsabschluss und Arbeitsbeginn auf ihre Tätigkeit vorbereiten. Bei Aushilfen und Saisonkräften bedeutet das vor allem, wichtige Informationen frühzeitig und unkompliziert bereitzustellen.

Im Unterschied zum klassischen Onboarding beginnt Preboarding bereits vor dem ersten Einsatz.

Während das Onboarding häufig mehrere Wochen umfasst, konzentriert sich das Pre-Boarding auf die Vorbereitung des Starts. Dazu gehören organisatorische Informationen, erste Einblicke in das Unternehmen und geeignete Grundlagenkurse.

Bei befristeten Beschäftigungsverhältnissen ist eine kompakte Vorbereitung besonders wichtig. Schließlich bleibt oft wenig Zeit, um neue Teammitglieder einzuarbeiten.

Pre-Boarding entlastet Teams in saisonalen Spitzenzeiten

Im Einzelhandel, in der Logistik, Gastronomie oder Hotellerie beginnen häufig viele Aushilfen innerhalb weniger Wochen.

Ohne strukturierte Vorbereitung müssen Führungskräfte dieselben Informationen mehrfach erklären. Gleichzeitig benötigen neue Mitarbeitende persönliche Unterstützung bei ihren ersten Aufgaben.

Digitales Pre-Boarding kann diesen Aufwand reduzieren.

Die wichtigsten Vorteile sind:

  • Schnellere Orientierung: Aushilfen kennen Ansprechpartner*innen, Arbeitszeiten und grundlegende Abläufe.
  • Weniger Verwaltungsaufwand: Wiederkehrende Informationen müssen nicht einzeln vermittelt werden.
  • Mehr Sicherheit: Neue Mitarbeitende wissen bereits, was sie am ersten Arbeitstag erwartet.
  • Frühzeitige Bindung: Ein persönliches Willkommen schafft Kontakt zwischen Vertragsabschluss und Arbeitsbeginn.
  • Einheitliche Informationen: Alle Aushilfen erhalten dieselben Grundlagen, unabhängig vom Standort.

Außerdem kann regelmäßiger Kontakt vor dem ersten Arbeitstag helfen, Unsicherheiten frühzeitig zu erkennen. Ob dadurch tatsächlich weniger neue Mitarbeitende ihren Einsatz nicht antreten, sollten Unternehmen jedoch anhand eigener Daten überprüfen.

Geeignete Inhalte für das Pre-Boarding von Aushilfen

Gutes Pre-Boarding vermittelt grundlegendes Wissen, ohne neue Mitarbeitende mit Informationen zu überfordern. Deshalb sollten Unternehmen zwischen vorbereitenden Inhalten und notwendigen Einweisungen am Arbeitsplatz unterscheiden.

Geeignet vor dem ersten Arbeitstag

Besser am ersten Arbeitstag

Willkommensvideo der Teamleitung

Praktische Einweisung an Maschinen

Anfahrt, Arbeitsbeginn und Kontaktpersonen

Bedienung des Kassensystems

Dresscode und Pausenregelungen

Arbeitsplatzbezogene Sicherheitsunterweisung mit praktischen Elementen

Kurze Unternehmensvorstellung

Zugang zu sensiblen Kundensystemen

Häufige Kundenfragen

Komplexe Produktschulungen

Grundlagen zu Kasse und Retouren

Tätigkeiten mit persönlichem Anleitungsbedarf

Allgemeine Informationen zum Verhalten im Notfall

Praktische Notfallübungen

Besonders sinnvoll sind Inhalte, die neue Mitarbeitende selbstständig verstehen können.

Dazu gehören beispielsweise Informationen über den Standort, die Teamstruktur oder den Ablauf des ersten Arbeitstags.

Dagegen sollten sicherheitskritische Tätigkeiten nicht ausschließlich digital vorbereitet werden. Die erforderliche persönliche Einweisung muss weiterhin erfolgen.

Kurze Lernformate erleichtern den Einstieg

Bei Aushilfen funktionieren kompakte, visuelle Inhalte häufig besser als umfangreiche Schulungsunterlagen.

Geeignete Preboarding-Formate sind:

  • Willkommensvideo: Die Teamleitung stellt sich in zwei Minuten vor.
  • Microlearning: Kurze Lernmodule vermitteln grundlegende Arbeitsabläufe.
  • Interaktives Quiz: Wenige Fragen überprüfen das Verständnis.
  • Digitale Checkliste: Neue Mitarbeitende sehen, was sie vor dem Start benötigen.
  • Kurze Infografiken: Bilder erklären wichtige Informationen verständlich.

Eine mobile Lernplattform ermöglicht es, diese Formate zentral bereitzustellen.

Mit dem keelearning Autorentool können Unternehmen beispielsweise kurze Kurse erstellen und mit Videos, Bildern oder Quizfragen ergänzen.

Pre-Boarding-Plan für eine Aushilfe im Weihnachtsgeschäft

Ein strukturierter Ablauf sorgt dafür, dass neue Mitarbeitende die richtigen Informationen zum passenden Zeitpunkt erhalten.

Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft, wie das Pre-Boarding für eine Weihnachtsaushilfe im Einzelhandel aussehen kann.

Zeitpunkt

Preboarding-Maßnahme

Nach Vertragsabschluss

Zugangscode bereitstellen, App vorstellen und Willkommensvideo versenden

7 bis 5 Tage vorher

Informationen zu Arbeitsbeginn, Anfahrt, Dresscode und Hausordnung

4 bis 2 Tage vorher

Kurze Grundlagenkurse zu Kasse und Kundenfragen mit Quiz

1 Tag vorher

Erinnerung mit Kontaktperson, Treffpunkt und Uhrzeit

Erster Arbeitstag

Persönliche Begrüßung, Rundgang, vorgeschriebene Unterweisungen und praktische Einarbeitung

 

Der Plan ist als Beispiel gedacht. Werden Lernmodule verpflichtend vorgegeben, muss die dafür benötigte Zeit arbeitsrechtlich berücksichtigt werden.

Persönliche Betreuung bleibt wichtig

Digitales Pre-Boarding ersetzt nicht den persönlichen Kontakt.

Deshalb sollte die neue Aushilfe spätestens am ersten Arbeitstag eine feste Ansprechperson kennenlernen. Ein Buddy aus dem Team kann bei Fragen helfen und die praktische Einarbeitung begleiten.

So entsteht eine sinnvolle Kombination aus digitaler Vorbereitung und persönlicher Unterstützung.

Digitales Pre-Boarding funktioniert auch ohne Firmen-E-Mail

Viele Aushilfen besitzen keine geschäftliche E-Mail-Adresse. Deshalb benötigen Unternehmen eine Registrierung, die ohne aufwendige IT-Prozesse funktioniert.

Mit der keelearning Nutzerregistrierung können Mitarbeitende beispielsweise über Voucher-Codes Zugang zur Plattform erhalten.

Alternativ stehen Einladungslinks und weitere Registrierungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Über die keelearning App für iOS und Android können neue Mitarbeitende anschließend geeignete Informationen auf ihrem Smartphone abrufen.

Dabei unterstützt die Plattform verschiedene Funktionen:

  • Willkommens-News: Persönliche Begrüßung über die Startseite.
  • Lernpfade: Passende Inhalte für Kasse, Service oder Lager.
  • Kurze Kurse: Grundlagen in wenigen Minuten kennenlernen.
  • Mehrsprachigkeit: Lerninhalte in über 20 Sprachen bereitstellen.
  • Automatische Erinnerungen: An noch offene Lernmodule erinnern.
  • Ablaufdaten: Zugänge nach befristeten Einsätzen deaktivieren.

Gerade bei vielen gleichzeitigen Neueinstellungen lässt sich dadurch die Verwaltung vereinfachen.

Pre-Boarding per App kennenlernen und Demo buchen

Arbeitsrechtliche Vorgaben beim Pre-Boarding beachten

Digitales Preboarding bietet organisatorische Vorteile. Allerdings müssen Unternehmen insbesondere die Vergütung von Lernzeit, gesetzliche Unterweisungspflichten und den Datenschutz berücksichtigen.

Verpflichtende Lernzeit ist grundsätzlich Arbeitszeit

Wenn Arbeitgeber die Teilnahme an Schulungen verbindlich anordnen, ist die dafür benötigte Zeit in der Regel als Arbeitszeit zu behandeln und entsprechend zu vergüten.

Dies gilt grundsätzlich auch dann, wenn die Lernmodule vor dem ersten regulären Einsatz absolviert werden sollen. Die konkrete arbeitsrechtliche Gestaltung muss jedoch berücksichtigt werden.

Deshalb sollten Unternehmen verpflichtende Preboarding-Aktivitäten ausdrücklich vereinbaren, zeitlich erfassen und vergüten.

Reine Willkommensinformationen können hingegen freiwillig bereitgestellt werden. Entscheidend ist, dass daraus keine verdeckte Pflicht zur unbezahlten Schulung entsteht.

Gesetzliche Unterweisungen bleiben erforderlich

Nach § 12 Arbeitsschutzgesetz müssen Beschäftigte vor Aufnahme ihrer Tätigkeit ausreichend und arbeitsplatzbezogen unterwiesen werden. Diese Unterweisung hat während der Arbeitszeit zu erfolgen.

Digitale Lernmodule können geeignete Grundlagen vermitteln. Sie ersetzen jedoch nicht automatisch erforderliche persönliche Rückfragen und praktische Einweisungen.

Minijob-Grenze und Datenschutz berücksichtigen

Bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen zählt vergütete Preboarding-Zeit zum Arbeitsentgelt.

Die Minijob-Verdienstgrenze beträgt 2026 durchschnittlich 603 € monatlich. Für kurzfristige Beschäftigungen gelten hingegen andere Voraussetzungen und grundsätzlich keine feste Verdienstgrenze.

Außerdem verarbeitet eine digitale Lernplattform personenbezogene Daten. Unternehmen sollten deshalb auf DSGVO-konforme Registrierung, Datensparsamkeit und geregelte Zugriffsrechte achten.

Auch private Smartphones sollten nicht selbstverständlich vorausgesetzt werden. Stattdessen empfiehlt es sich, alternative Zugangsmöglichkeiten anzubieten.

Erfolgreiches Pre-Boarding lässt sich messen

Unternehmen sollten überprüfen, ob ihre Preboarding-Maßnahmen tatsächlich die Einarbeitung erleichtern.

Dazu eignen sich insbesondere vier Kennzahlen:

  1. Abschlussquote: Wie viele Mitarbeitende bearbeiten die vorgesehenen Inhalte vor Tag 1?
  2. Einarbeitungsdauer: Wie schnell können neue Aushilfen ihre Aufgaben selbstständig übernehmen?
  3. No-Show-Quote: Wie viele zugesagte Beschäftigte treten ihre Stelle tatsächlich an?
  4. Feedback: Wie bewerten Aushilfen und Führungskräfte die Vorbereitung?

Besonders aussagekräftig ist ein Vergleich zwischen verschiedenen Saisons oder Standorten.

Dabei sollten Unternehmen berücksichtigen, dass auch Faktoren wie Personalplanung, Arbeitsbedingungen und Teamunterstützung das Ergebnis beeinflussen. Am praktischsten nutzen sie dazu ein LMS, dessen Setup für Saisonkräfte ausgelegt ist.

Praxisbeispiel: DATAflor bereitet Mitarbeitende frühzeitig vor

Der Softwareanbieter DATAflor nutzt keelearning für Onboarding, interne Schulungen und Compliance.

Durch kurze digitale Lernmodule können neue Mitarbeitende bereits vor ihrem ersten Arbeitstag wichtige Grundlagen kennenlernen.

Laut Case Study sind Beschäftigte dadurch teilweise schon vor dem ersten regulären Einsatz auf ihre Aufgaben vorbereitet. Außerdem erreichte DATAflor eine Abschlussquote von 100 % bei Pflichtkursen.

Das Beispiel zeigt, wie digitale Lerninhalte die Einarbeitung beschleunigen können.

Allerdings handelt es sich bei DATAflor nicht um einen klassischen Saisonbetrieb. Die Ergebnisse veranschaulichen deshalb das grundsätzliche Potenzial digitalen Preboardings, nicht speziell dessen Wirkung bei Aushilfen.

Mit gutem Pre-Boarding wird der erste Arbeitstag produktiver

Ein strukturiertes Pre-Boarding hilft Unternehmen, neue Aushilfen frühzeitig zu informieren und den ersten Arbeitstag besser vorzubereiten.

Besonders wichtig sind kurze Lernmodule, ein unkomplizierter mobiler Zugang und eine klare Trennung zwischen digitalen Grundlagen und praktischer Einarbeitung.

Für kleine Betriebe mit wenigen Aushilfen können persönliche Gespräche und einfache Checklisten ausreichen.

Bei Unternehmen mit zahlreichen Neueinstellungen und mehreren Standorten bietet eine Lernplattform wie keelearning hingegen zusätzliche Möglichkeiten. Inhalte lassen sich zentral erstellen, wiederverwenden und den passenden Mitarbeitendengruppen zuordnen.

Weitere Vorlagen und praktische Tipps bietet der geplante Leitfaden für Schulungen und Onboarding von Saisonkräften.

Zusätzlich können Sie mit dem interaktiven Onboarding-Check 2026 Ihre bestehenden Einarbeitungsprozesse überprüfen.

Digitales Pre-Boarding mit keelearning live erleben

FAQ: Häufige Fragen zum Pre-Boarding von Aushilfen

Was ist Preboarding?

Preboarding umfasst alle Maßnahmen zwischen Vertragsabschluss und Arbeitsbeginn. Bei Aushilfen gehören dazu insbesondere organisatorische Informationen, Willkommensinhalte und geeignete digitale Vorbereitungskurse.

Muss Pre-Boarding bezahlt werden?

Wenn Arbeitgeber Schulungen verpflichtend vorgeben, ist die Lernzeit in der Regel vergütungspflichtig. Das gilt grundsätzlich auch bei Lernmodulen vor dem ersten regulären Arbeitstag. Freiwillige Informationsangebote sind davon zu unterscheiden.

Wie viel Zeit sollte Pre-Boarding für Aushilfen benötigen?

Für die digitale Vorbereitung eignen sich beispielsweise mehrere kurze Einheiten von fünf bis zehn Minuten. Der tatsächliche Umfang hängt jedoch von Tätigkeit und Schulungsbedarf ab.

Welche Inhalte gehören ins Pre-Boarding?

Geeignet sind Willkommensvideos, Informationen zum ersten Arbeitstag, Hausregeln und einfache Grundlagenkurse. Praktische Arbeitsplatzunterweisungen bleiben weiterhin erforderlich.

Wie erhalten Aushilfen ohne E-Mail-Adresse Zugang?

Mit keelearning können Aushilfen über Zugangscodes auf die Lernplattform zugreifen. Dadurch ist keine eigene Firmen-E-Mail-Adresse notwendig.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Angaben entsprechen dem Stand Oktober 2026. Insbesondere Vergütung, Arbeitszeit, Beschäftigungsbeginn, Minijob-Regelungen und Datenschutz sollten entsprechend den individuellen Beschäftigungsverhältnissen geprüft werden.

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Key Takeaways

  • Früher Einstieg: Neue Mitarbeitende erhalten bereits vor Arbeitsbeginn wichtige Informationen.
  • Passende Inhalte: Willkommensvideos, Checklisten und kurze Grundlagenkurse erleichtern die Vorbereitung.
  • Mobiles Lernen: Smartphone-optimierte Inhalte funktionieren ohne Firmen-PC.
  • Einfacher Zugang: Zugangscodes ermöglichen die Registrierung ohne Firmen-E-Mail-Adresse.
  • Rechtliche Vorgaben: Verpflichtende Lernzeit ist in der Regel Arbeitszeit und muss entsprechend berücksichtigt werden.
  • Praktische Einarbeitung: Arbeitsplatzbezogene Unterweisungen und praktische Übungen bleiben wichtige Bestandteile des ersten Arbeitstags.

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